Am Mittwoch hieß es dann abschied nehmen von Wellington, was mir eigentlich nicht sehr schwer viel, da mir der Wind dort ziemlich auf den Sack ging. Und somit ging die Reise weiter Richtung Norden, der Endstation Auckland immer einen Tick näher.
Aber bevor es soweit ist, wird noch ein Weilchen vergehen. Mein nächster Stopp war Hastings, wo ich auch schon von George (aka. Gee Junior National Champ) Brannigan erwartet wurde. Da er noch ein paar Dinge zur erledigen hatte, schnappte ich mir sein XC Bike und fuhr ein wenig in der Gegend rum.

blick von te mata peak auf ocean beach

diesen single trail gings dann wieder runter...juhu!
Ein kleinerer Traum von mir, war es schon immer mal zu surfen. Da ich ja in Ost Thüringen wohne und es „ages“ dauert bis man mal an die Küste gelangt, hatte es sich bis zum heutigen Tage X nie ergeben. Wie gesagt, bis zum heutigen Tag. Wie fang ich am besten an? Vielleicht mit dem „surf skinsuit „ sehr Wasser schnittig und Figur betont unten rum. Sollte eigentlich vor der Kälte schützen und das Wasser fern vom Körper halten. Vorausgesetzt er hat keine Löcher so wie meiner. Was jetzt aber auch nicht so schlimm war, da der Ocean ziemlich warm ist und ich feststellt hab, dass ich keinen brauch. Zudem kam auch noch, dass der nicht mehr der neuste ist und etwas spröde im Innenfutter war. Das hatte zur Folge, dass ich mir meine Brustwarzen ziemlich derbe aufgerieben hatte und sie nun wie Schweinetitten rosarot leuchteten. Dieser schmerz sollte mich nun noch eine Weile verfolgen und ich wurde auch immer wieder daran erinnert, als ich ins Salzwasser ging und mir das brennen die Tränen in die Augen stiegen lies egal, wer hat der kann! Kommen wir zum eigentlichem Teil, dem surfen. Zu Anfang versuchte ich mich erst mal auf diesen null, acht, fünfzehn-aushilfs- super- pro boards (body board) die man in jeden Lidl zu kaufen bekommt. Womit man sich auch eine ganze Weile die Zeit gut vertreiben kann, vor allem, wenn man die richtige wave erwischt und die einen so ca. 20 Meter übers Wasser bis an den Strand heran trägt. Aber ich wollte unbedingt wissen wie es auf einem richtigen Brett ist. Was sich auch gleich am darauffolgenden Tag ergab. Ccrrrrrr…schellt der Wecker. Einen Blick auf ihn lässt mich wissen, es ist 5.45 am! Verdammt früh und Arsch kalt, aber die beste Zeit um surfen zu gehen (hab ich mir sagen lassen). Die Aussicht auf den Strand nur kurze Zeit später lässt mich aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus kommen.

6.30 am on ocean beach...
Das Boot beladen und auf geht es auf Wellenjagd. Wenn ich jetzt so im nach hinein daran denke, wäre es vielleicht ganz gut gewesen im seichten Wasser mal zu testen wie es sich so mit dem Brett verhält und sich nicht gleich in zwei bis zwei ein halb Meter hohe Wellen zu stürzen. Zack ins feuchte nass in der Morgendämmerung auf Anweisung von Junior World Champ 09’ Brook Macdonald warten. Go dave…go! Ich paddelte was das Zeug hielt drauf los, so wie ich dachte und ich es irgendwo mal im TV gesehen hatte. Erstaunlicher Weise bin ich bei meinem aller ersten Versuch den ich je auf einem Surfbrett gemacht habe, gleich nach oben gekommen. Doch es hielt nicht von Dauer. Ich rutschte weg und viel genau in den Teil wo die Welle brach. Von da an war es die Hölle und ich dachte ich komme da nie wieder heil raus. Die wave smasht mich down like a toy und drückte mich für ages nach unten. Ich hab ja schon so etliche heikle Situationen erlebt, aber an das grenzt bis jetzt keins. Ich meine, die Welle kommt über dich und das letzte was du so ungefähr wahr nimmst ist, wie du von oben herab siehst, bevor du nur noch ein lautes krollen hörst und du einfach nur null checkung hast, wo du dich überhaupt befindest. Dann versuchst du zu schwimmen…doch wohin, wenn du nicht weist wie du grad im Wasser liegst? Schwimmst du nach oben, oder tauchst du nach unten?!? Echt furchteinlösend, aber man muss ja alles Mal mitgemacht haben und es ist ein schönes Gefühl es überlebt zu haben Ich könnte jetzt noch endlos viele Fälle erläutern, aber ich will euch die Vorfreude am surfen, sofern ihr es mal ausprobieren wollt nicht nehmen. Nach so einem mehr oder weniger erfolgreichen Tag müsste man doch eigentlich genug haben. Doch irgendwie war mir noch nicht danach. Also fuhr ich mit Gee anschließend noch einmal zur MX Strecke um dort ein wenig zu hämmern! Übrigens für mich auch das erste Mal. Und ich muss sagen, dass ich mich bis auf die erste Runde wo ich noch ein wenig unsicher war, gar nicht so dumm angestellt hab. Nach drei Stunden Moto war es dann endlich soweit. Ich kam an das Ende meiner Kräfte und ich viel tot müde ins Bett. irgendwie tut einem alles weh, aber es ist doch ein schönes Gefühl.
Cheers, txt u next week.
dave

moped fahrn fetzt...
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